Liebe Leserinnen und Leser,

Politische Weichen für Bürgerenergie analysieren & neu ausrichten!

Der flächendeckende Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der Kern einer jeden Klimaschutzpolitik. Seit 2000 wurde dieser im Rahmen des EEG im Wesentlichen vom breiten Engagement der Bürgerenergien getragen. Die Umstellung von der festen Einspeisevergütung im EEG hin zu Ausschreibung hat diesen Ausbau in Deutschland massiv vor die Wand gefahren, eben weil dadurch bürgerliche Investitionen erheblich behindert wurden.

Doch der Öffentlichkeit ist dies kaum bewusst. Noch immer gehen die meisten Kommentator*innen in den Medien, die Bundesregierung, die Mehrheit im Bundestag, ja selbst ein Teil der Branche der Erneuerbare Energien, sowie deren Verbände davon aus, dass die Umstellung von der festen Eispeisevergütung auf Ausschreibungen den Ausbau der Erneuerbaren Energien befördern und deren Ausbaukosten schnell senken würde. Man glaubt, die bürgerlichen Akteure würden daran teilhaben. Doch Insider*innen wird immer klarer, dass genau das nicht stimmt. Dennoch hält die Bundesregierung unbeirrt an den Ausschreibungen fest, obwohl der Ausbau der Erneuerbare Energien immer stärker einbricht.

Die negativen Auswirkungen auf den Ausbau der Erneuerbare Energien ist nicht auf Deutschland beschränkt. Gerade, weil viele Länder der EU und auch global dem Vorbild des einstigen Vorreiters der Erneuerbaren Energien folgten und ebenfalls von fester Einspeisevergütung auf Ausschreibungen umstellten, brechen auch in anderen Ländern die Investitionen stark ein. Eine Entwicklung von demokratischer Teilhabe vieler Millionen Menschen an Erneuerbare Energien wird damit zunehmend schwieriger. Immer stärker breiten sich auch im Bereich der Erneuerbare Energien Monopolstrukturen aus.

Um Licht ins Dunkel der öffentlichen Debatte zu den Auswirkungen der Ausschreibungen zu bringen, hat die Energy Watch Group (EWG) eine wissenschaftliche Studie in Angriff genommen, um die politischen Mechanismen der letzten Jahre zu analysieren. Es sollen Handlungsempfehlungen auf nationaler Ebene, wie auch auf der EU Ebene in der Erarbeitung des EU-Green Deal abgeleitet werden, um den weltweiten Ausbau bestmöglich zu beschleunigen. Die Ergebnisse sollen durch breite Medienarbeit und politische Aufklärungsarbeit bekannt gemacht werden. All das kostet viel Geld: etwa 50.000 Euro.

Die EWG geht mit der Studie einen neuen Weg. Da auch die Mittel der EWG beschränkt sind, soll die Studie teilweise als Crowdfunding-Projekt finanziert werden. Das heißt jede*r von Ihnen kann dazu beitragen, dass diese Studie rechtzeitig zum Erfolg wird und als Grundlagendokument für die Umsetzung der Energiewende mit der demokratischen Teilhabe der Bürger*Innen hin zu 100% Erneuerbaren Energien dient.

Bislang wurden etwa 50% der benötigten Kosten als Spenden zugesagt. Für die vollständige Finanzierung ist die EWG auf zusätzliche und so auch auf Ihre persönliche Unterstützung angewiesen. Um zu spenden und für mehr Informationen zum Projekt, seinen Zielen und der Arbeit der EWG lohnt sich ein Blick auf die Projekt-Website.

 

Unterstützen Sie unsere Spenden-Kampagne!

Neuinvestitionen in Erneuerbare Energie weltweit wieder steigern!
Eine Analyse der Gesetzgebung zeigt Lösungsweg

Unter dem Arbeitstitel „10 Schwachstellen von EE-Ausschreibungen – und Perspektiven für den politischen Rahmen der EU. Empirische Beobachtungen aus der wachsenden Erfahrung mit EE-Ausschreibungen weltweit.“ analysieren Wissenschaftler*innen im Auftrag der EWG die Schwachstellen des politischen Rahmens von EE-Ausschreibungen und legen Handlungsempfehlungen für einen Kurswechsel vor. Denn Klimaschutz braucht Erneuerbare Energien!

 

 

 

 

Die Zeit drängt, im Herbst werden politische Weichen gestellt: im Deutschen Bundestag steht die EEG-Novelle an, auf europäischer Ebene der Green Deal. Auch außerhalb der EU wird es viele Gesetzesnovellierungen geben. Das Ziel ist, die Ergebnisse der Studie ab September in die öffentliche Debatte und die politischen Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen.

Helfen Sie daher jetzt mit Ihrer Spende, die wissenschaftliche Grundlage für den verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien weltweit bereitzustellen!

Hammelburg, 20. Juli 2020

Ihr Hans-Josef Fell