Bundesregierung ermöglicht selbst gefährliche hybride Bedrohungen aus Russland

Sie bekämpft aktiv wirksame Blackout-Schutzmaßnahmen wie die Umstellung auf eine heimische dezentrale Erneuerbare-Energien-Versorgung.

Insbesondere seit dem gefährlichen Drohnenvorfall auf dem Leipziger Flughafen warnt die Bundesregierung unentwegt vor russischen hybriden Angriffen.

Quelle: Deutschlandfunk – Drohnen-Anschlag Leipzig: Bundesregierung beschuldigt Russland

Die Warnungen sind nicht neu. So hatte beispielsweise Außenminister Wadephul auf dem Warschauer Sicherheitsforum im September 2025 vor zunehmenden hybriden Angriffen Russlands gewarnt, was die Sicherheit auch in Deutschland sehr gefährden würde.

Quelle: Tagesschau – Außenminister Wadephul warnt nach Drohnenvorfällen vor russischer Provokation und betont NATO-Schutzgarantie

Als hybride Angriffe werden solche bezeichnet, die unterhalb der Schwelle eines kriegerischen Angriffs liegen.

Die Genehmigungsanweisung der Bundesregierung für die russische Atomproduktion in Lingen öffnet russischen hybriden Angriffen in Deutschland Tür und Tor

Doch wenn es um die Atompolitik geht, ist die Bundesregierung blind vor russischen hybriden Angriffsmöglichkeiten. So öffnet sie mit der Rosatomgenehmigung in Lingen entgegen allen Warnungen von Sicherheitsbehörden neue höchst gefährliche Möglichkeiten: die Einreise verdeckter russischer Spione und Terroristen, die Eröffnung von Cyberangriffsmöglichkeiten, Desinformation, Sabotage und Spionage, das Einschleusen von Sprengstoff in Brennelementen und weitere hochgefährliche hybride Angriffe.

Zurecht klagen BUND und ausgestrahlt gegen den Genehmigungsbeschluss der niedersächsischen Landesregierung zur Teilnahme des russischen Atomkonzerns Rosatom an der Brennelementefabrik in Lingen.

Quelle: ausgestrahlt – BUND klagt gegen russische Atomproduktion in Lingen

Die niedersächsische Regierung war immer gegen die Genehmigungserteilung, wurde aber von der Bundesregierung unter Kanzler Merz – einem Atombefürworter – zur Zustimmung aufgefordert.

Quelle: Hans-Josef Fell – Unter dem Deckmantel „friedliche Nutzung der Atomkraft“ breitet sich die atomare Gefahr aus

In der Ukraine gibt es größte Irritationen gegen die Zulassung Rosatoms an der Brennelementefabrik in Lingen

Höchst irritiert ist man in der Ukraine darüber. Dort im russischen Angriffskriegsland weiß man sehr genau, wie gefährlich es ist, Russland neue hybride Bedrohungen zu ermöglichen. Der Vizepräsident der ukrainischen DiXi Group, Anton Antonenko, sendete mir eine Analyse dazu zu.

Die DiXi Group ist ein Think-Tank mit Sitz in Kiew, der sich vor allem mit Energie- und Klimapolitik hervortat. Die Dixi Group hat erfolgreich verschiedene Gesetze dazu in der Ukraine beeinflusst.

In dieser Stellungnahme warnt sie vor Risiken im Zusammenhang mit aus Russland gelieferten Brennstäben, vor Manipulationen in Hard- und Software, vor unzulänglichen Sicherheitsvorkehrungen zur Abwehr von hybriden Angriffen, vor Spionage- und Sabotagerisiken durch das russische Personal und schlägt Klagemöglichkeiten vor.

Im Anhang unten ist eine DeepL-Übersetzung der DiXi Group Stellungnahme eingefügt.

Bundesregierung vernachlässigt oder sabotiert gar entscheidende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor möglichen Auswirkungen hybrider russischer Angriffe, insbesondere im Energiesektor

Die Terrorangriffe auf Stromleitungen und andere Energieanlagen in Deutschland beherrschen die Medienschlagzeilen. Unterstellt werden auch hier russische hybride Angriffe.

Die Bundesregierung denkt aber zur Erhöhung der Sicherheit vor Terrorangriffen nur an Drohnenabwehr oder Erhöhung der Sicherheit von Strommasten und anderer bestehender Energieinfrastruktur. Beides ist sicherlich nötig, doch bei weitem nicht ausreichend.

Der beste Schutz vor großflächigem Blackout, verursacht von Terrorangriffen auf Stromleitungen, Kraftwerke u.a., ist eine dezentrale Eigenenergieversorgung auf Basis heimisch verfügbarer Erneuerbarer Energien: Solar, Windkraft, Kleinwasserkraft, Bioenergie als gespeicherte Energie für den Winter, Geothermie sowie Wärme- und Stromspeicher.

Doch genau diese Umstellung auf eine resiliente dezentrale Eigenenergieversorgung mit heimischen Erneuerbaren Energien torpediert die Bundesregierung aus Union und SPD mit vielfältigen beabsichtigten K.o.-Schlägen gegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien: EEG-Novelle, Netzpaket, AgNes-Reform der Bundesnetzagentur, Gebäudemodernisierungsgesetz, Ausschreibungen für Erdgaskraftwerke und anderem.

Die Umsetzung dieser „Reformen“ stabilisiert die Abhängigkeit von Importen von Erdgas und Erdöl oder von atomaren Brennelementen auch aus Russland in die EU und von großen Kraftwerken auf Basis von Erdgas und Kohle sowie großen zentralen gefährdeten Energieinfrastrukturen wie Stromleitungen, Pipelines, LNG-Terminals, Raffinierien u.a.

Zudem wird es damit weiterhin noch Erdgas-, Erdöl, Brennelementeimporte aus Russland in die EU und auch nach Deutschland geben. So befördert die Bundesregierung selbst massiv die Finanzierung von russischen hybriden Terrorangriffen aus Russland.

Solange die Finanzierung Russlands durch Erdölimporte über Schattenflotten, Erdgasimporte über Pipelines und LNG sowie atomare Brennelementeimporte nicht völlig gestoppt wird, solange wird es auch russische hybride Angriffe in Deutschland –  indirekt mitfinanziert durch Deutschland – geben.

Die wichtige Drohnenabwehr kann nur einen gewissen Sicherheitsgewinn schaffen. Die großen Schäden aber wie Blackouts oder Energielieferboykotts, eben weil wir keine dezentrale Energieversorgung haben, werden mit Drohnenabwehr allein nicht abgewehrt werden können.

So hatte auch die Bundesregierung auf EU-Ebene mitgetragen, dass Griechenland weitere Energiesanktionen gegen Russland blockierte. Das Geschäft von griechischen Reedern, auch mit russischem LNG, Erdöl oder Schiffsverkäufen in die russische Schattenflotte war der griechischen Regierung wichtiger und Deutschland zog mit.

Quelle: Tagesschau – Griechische Reeder: Verschwiegen, einflussreich, risikofreudig

Kein Wunder, dass Russland genug Geld auch aus Deutschland bekommt, um in der EU mit hybriden Angriffen die Sicherheit zu gefährden.

Stellen Sie auch ihre Kommune auf eine resiliente Eigenenergieversorgung mit Erneuerbaren Energien als Blackoutschutz um, wie es einige wenige Gemeinden längst getan haben

Angesichts des Versagens zum Aufbau einer krisensicheren Energieversorgung durch die Bundesregierung unter Kanzler Merz und Ministerin Reiche kann ich allen nur raten, dies selbst in die Hand zu nehmen: Stellen Sie Ihr Privathaus, Ihre Kommune, Betriebe, Bauernhöfe um auf eine 100 % krisensichere Eigenversorgung mit heimischen Erneuerbaren Energien.

Dass Kommunen und ihre Einwohner davon auch finanziell große Vorteile haben, zeigen einige Kommunen in Deutschland, wie Mörsdorf im Hunsrück oder Haßfurt in Unterfranken längst auf.

Quelle: FOCUS online – Fünf deutsche Orte zeigen, dass sich Klimaschutz längst lohnt

Wer seine eigene Energieversorgung für Strom, Wärme und Industrie mit heimischen Erneuerbaren Energien aufgebaut hat, ist in Krisen- und Kriegszeiten viel besser vor Stromblackouts oder Energielieferboykotts geschützt als diejenigen, die ihre Abhängigkeit von Konzernenergien (zentrale Kraftwerke, Erdöl- und Erdgaslieferungen) weiter aufrechterhalten.

Lesen Sie hier die besorgniserregende Analyse der ukrainischen Dixi Group zu Lingen