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Endlich Aus: AKW Grafenrheinfeld wird abgeschaltet!

Am 31. Mai wird in Schweinfurt groß gefeiert: Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld wird endgültig still gelegt. Alle, die mitfeiern wollen, sind herzlich eingeladen (http://ba-bi-schweinfurt.blogspot.de/2015/05/abschaltfest-das-heft-zum-fest-online.html).

Jahrzehntelang haben tausende von Bürgerinnen und Bürgern in der Region gegen das AKW opponiert. Für mich selbst war und ist das Abschalten von Grafenrheinfeld und den anderen AKW Richtschnur meiner Politik (vgl. z.B. meine Rede im Bundestag anlässlich der AKW-Laufzeitverlängerung vom 29.10.2010). Der Reaktor ist nur 26 Kilometer von meinem Wohnhaus entfernt, so dass ich bei gutem Wetter die Dampfwolken sehen konnte, die mich mahnten, weiter am Abschalten zu arbeiten. Bis heute beteilige ich mich an einem privaten Netzwerk von Radioaktivitäts-Messstationen, mit dem wir nachweisen konnten, dass auch in Normalbetrieb zusätzliche Radioaktivität emittiert wird und die Umgebung belastet. Zum Glück nicht in Besorgnis erregender Höhe, dennoch ist jede zusätzliche Radioaktivitätsemission zu vermeiden, weil es keinen Grenzwert gibt unterhalb dessen Radioaktivität ungefährlich ist.

Die Sorgen sind mit dem Abschalten jedoch nicht vollständig beseitigt. Das notwendige jahrelange Abklingen der Brennelemente bedarf weiterhin einer aufmerksamen Öffentlichkeit, damit der Betreiber E.On alles zum Schutze und zur Sicherheit der Umgebung und der Menschen tut, bis dort nach dem Rückbau in einigen Jahrzehnten statt den Grafenrheinfelder Atomanlagen endlich wieder eine grüne Wiese blüht.

Berlin den 21.05.2015

Ihr Hans-Josef Fell