Liebe Leserinnen und Leser,

Prof. Dr. Christian Breyer für herausragende Leistungen im Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet

Mein langjähriger Freund, Kollege und darüber hinaus Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Energy Watch Group, Prof. Dr. Christian Breyer wurde diese Woche für seine exzellente Forschungsleistung und sein Engagement gegen den Klimawandel mit dem Theodor Aue-Preis gewürdigt. Dieser Preis wird nur alle fünf Jahre an eine Person oder Organisation verliehen, „die auf besondere Weise das Wissen über die Länder des deutschsprachigen Europas, über ihre Kultur, ihre Kunst und Wissenschaft in Finnland gefördert und somit den europäischen Gedanken gestärkt hat, um Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit zu finden.“

Doch die Verdienste von Christian Breyer gehen weit über die so wichtige Völkerverständigung hinaus. Schon seit Jahren erforscht er als Professor für Solarwirtschaft an der finnischen LUT University zu erneuerbarer Energie und hat sich dabei auf die Modellierung von Versorgungssystemen spezialisiert, die allein mit Erneuerbaren Energien auskommen. So hat er die erste wissenschaftliche Studie zur 100% erneuerbaren Energieversorgung in Finnland publiziert und war bald darauf wissenschaftlich leitender Autor der von der Energy Watch Group und LUT University veröffentlichten globalen Studie zu 100% Erneuerbaren weltweit – eine Arbeit, in der erstmals stundengenau aufgezeigt werden konnte, dass die Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und die Treibhausgasemissionen im Energiesystem noch vor 2050 auf Null reduziert werden können.  

Mit seiner wertvollen Arbeit leistet Christian Breyer einen bedeutenden Beitrag zur weltweiten Energiewende und damit zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Aue-Stiftung hat erkannt, wie wichtig dieser Kampf ist und Christian Breyer deshalb mit diesem wohlverdienten Preis bedacht. Ich gratuliere herzlich und bedanke mich bei ihm für seine Arbeit und sein unermüdliches Engagement.

Berlin, 06. März 2020

Ihr Hans-Josef Fell