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Ab sofort startet in den Philippinen ein EEG zur Unterstützung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Bereits 2008 beschloss die Regierung ein Fördersystem nach dem Vorbild des deutschen EEG. Nun wurde mit dem Umlagemechanismus die letzte notwendige Regelung im EEG eingeführt. Während die Merkel/Gabriel-Regierung ab 2017 mit dem Umstieg auf Ausschreibungen das EEG in Deutschland faktisch abschaffen will, führen immer mehr Nationen ein EEG ein, um Klimaschutz und Energieversorgungssicherheit zu erreichen.

Zweimal war ich mit Unterstützung der GIZ in Manila geladen, um mit Regierungsvertretern und Parlamentariern die Grundzüge eines erfolgreichen EEG zu diskutieren. Insbesondere tauschte ich mich aus mit dem Mitglied des philippinischen Parlamentes, Senator Edgardo Angara, der als Vater des philippinischen EEG gilt. Groß waren und sind auch dort die Einflüsse der Kohlewirtschaft gegen die Erneuerbaren Energien, was erklärt, warum es so lang bis zur Umsetzung des prinzipiellen Beschlusses im Jahre 2008 gedauert hat. Doch die Klimaschäden und vor allem die stark gesunkenen Investitionskosten der Erneuerbaren Energien führten nun zum politischen Durchbruch.

Gerade die Philippinen leiden in besonderem Maße unter dem Klimawandel. In der Zugbahn der pazifischen Taifune gelegen, nimmt die Schadensbilanz infolge der Erderwärmung auf den Philippinen immer mehr zu. So hatte alleine der Monstertaifun Haiyan 2013 in der Region Tacloban 7.000 Tote gefordert. Der jüngste Papstbesuch in Tacloban und sein „fluchtartige“ Abreise wegen eines herannahenden Tropensturmes hat dieses Wochenende erneut unterstrichen, welches unendliche Leid die Klimaveränderung bereits hervorruft.

Quelle: IWR Monatsreport Regenerative Energiewirtschaft 01/2015

Berlin, den 20. Januar 2015

Ihr Hans-Josef Fell