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Internationaler Schwesternorden setzt auf 100% Erneuerbare Energien

Auf ihrem kürzlich zu Ende gegangenen 14 tägigen Generalkonvent In Würzburg haben die 33 Delegierten der Kongregation der Schwestern des Erlösers beschlossen, bis 2037 alle eigenen Einrichtungen der Kongregation in Deutschland, USA und Tansania auf 100% Erneuerbare Energien umzustellen. Darüber hinaus wird es Umweltbeauftragte geben, die die Umsetzung vorantreiben und der Generalleitung Bericht erstatten.

Damit nehmen die Erlöserschwestern die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus sehr ernst. Die Schöpfung zu bewahren war das Leitmotiv, das die Kongregation zu diesem weitreichenden Beschluss führte. Die wiedergewählte Generaloberin Schwester Monika Edinger hatte sich sehr für diesen Beschluss eingesetzt. Auf dem Kongress war ich geladen und referierte und diskutierte mit den Delegierten über Klimaschutz.

Die Kongregation hat ihr Stammhaus in Würzburg, wo sie nun die großen Gebäude in der historischen Altstadt in den nächsten Jahren auf Erneuerbare Energien umrüsten wird. Die Erlöserschwestern betreiben viele soziale Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Kindertageseinrichtungen, Notunterkünfte für Geflüchtete, Mittagstafeln für Bedürftige und Obdachlose und viele weitere. Dazu gehören auch die beiden großen Krankenhäuser, das St. Josef Krankenhaus in Schweinfurt, das als Green Hospital umgebaut werden soll und die Theresienklinik in Würzburg. Die Kongregation hat weltweit 262 Schwestern, 197 davon leben in Deutschland, 17 in den USA und 48 Schwestern an acht Standorten in Tansania. Weltweit werden 6.000 Mitarbeiter in den Einrichtungen beschäftigt.

Der Beschluss der Erlöserschwestern ist ein leuchtendes Vorbild, dem alle christlichen Einrichtungen folgen sollten.

Hammelburg, 30. August 2019

Ihr Hans-Josef Fell