Jahresbericht 2025 der Energy Watch Group (EWG) veröffentlicht

Das vergangene Jahr war voller Turbulenzen mit geopolitisch bedrohlichen Entwicklungen, die vielen von uns große Sorgen bereiten. Doch sich zurückzuziehen ist keine verantwortbare Option. Jede*r sollte nach seinen Möglichkeiten zu einer am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft beitragen.

Energiepolitik ist dafür zentral: Die bisherige Energiepolitik ist mit einem viel zu langsamen Rückgang fossiler Energien verbunden. Damit befördert sie weiter Kriege um fossile Rohstoffe und füllt mit unserem Einkauf von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran auch die Kriegskasse Russlands, arabische Terrorkassen oder antidemokratische Propagandakassen wie die der neuen US-Regierung. Diese Energiepolitik heizt das Klima weiter auf, bremst Kostensenkungen durch Erneuerbare aus und gefährdet mit hohen Luftschadstoffkonzentrationen unser aller Gesundheit. Da Arme hiervon überproportional betroffen, andererseits die Reingewinne der Ölkonzerne extrem hoch sind, öffnet sie auch die Kluft zwischen arm und reich weiter.

Eine gute Energiepolitik setzt dagegen auf eine dezentrale bürgernahe Energiepolitik mit dem Ziel einer zügigen und kostensenkenden 100 % Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien.

Die Energy Watch Group arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 2006 an dieser Umstellung hin zu 100 % Erneuerbaren Energien.

Auch im Krisenjahr 2025 ist die EWG wieder sehr aktiv gewesen.

Zu den Schwerpunkten unserer Arbeit zählten:

• 1,5 °C dauerhaft überschritten:

Quelle: EWG – Studie Erwärmung

Als erste Organisation haben wir auf Basis konservativer IPCC-Kriterien aufgezeigt, dass die 1,5-Grad-Grenze bereits dauerhaft überschritten ist – und dass bei einem „Weiter so” 2,0 °C schon ab 2032 erreicht werden. Daraus leiten sich klare politische Konsequenzen ab: Das CO₂-Restbudget ist faktisch aufgebraucht, neue fossile Investitionen sind weder verantwortbar noch wirtschaftlich.

• Rentable Roadmaps zur Klimaneutralität:

Quelle: EWG – Roadmap CO2-neutrales Deutschland

Unsere nationale Roadmap für Deutschland zeigt, dass ein Umstieg auf 100 % Erneuerbare Energien bereits heute wirtschaftlich rentabel, sozial ausgewogen und haushaltsneutral möglich ist – mit einer Entlastung von rund 100 Mrd. € pro Jahr für Bürger*innen und Unternehmen. Ergänzend haben wir erstmals kommunale Roadmaps entwickelt, die zeigen, wie Städte und Stadtwerke die Transformation konkret und profitabel umsetzen können.

• Neue Antworten auf die Klimarealität:

Quelle: EWG – Ocean Farming und CO2-Entnahme

Angesichts unvermeidbarer weiterer Erwärmung haben wir CO₂-Entnahme als dritte Säule des Klimaschutzes klar adressiert und mit dem Konzept des Ocean Farming einen international diskutierten Lösungsansatz eingebracht.

• Politische und internationale Wirkung:

Unsere Analysen und Positionen wurden 2025 in Medien, politischen Gremien und internationalen Fachforen aufgegriffen – von Deutschland und Frankreich, über Litauen bis nach China und zur IRENA in Abu Dhabi. Zudem haben wir eine Initiative gestartet, die in der Ukraine eine dezentrale Energieversorgung mit 100 % Erneuerbaren Energien aufbauen will, um die Wirkung der furchtbaren Angriffe Russlands auf das zentrale Energiesystem der Ukraine abzuschwächen und auch in Kriegszeiten verlässlich Energie zu bringen. In die aktuell laufenden Energiegesetznovellen in der Ukraine haben wir dazu einen Politikvorschlag eingereicht.

Quelle: EWG – Enabling Ukraine

Im EWG-Jahresbericht 2025 können Sie wesentlich mehr über die umfangreichen Aktivitäten der EWG erfahren.

Quelle: EWG – Jahresbericht 2025

Die Arbeit der EWG setzt sich deutlich ab von der Arbeit vieler anderer Think Tanks, die sich mehr um Details der Energiewende kümmern, ohne die großen negativen politischen Wirkungen der fossilen und atomaren Energie im Blick zu haben.

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