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EWG Prognose bestätigt: Shalegas-Produktion in den USA geht zurück 

Die „US Energy Information Administration“ (EIA) registriert ab September einen deutlichen Rückgang der Shalegas-Produktion in den USA. In ihrem neuesten „Drilling Productivity Report“ prognostiziert die EIA einen Rückgang von 45.6 Milliarden Kubikfuß pro Tag (~1,29 Milliarden m³/Tag) im Mai bis zu 44.9 Milliarden Kubikfuß pro Tag (~1,27 Milliarden m³/Tag) im September 2015 in den sieben größten US-amerikanischen Shalegas-Regionen.

Als Ursache werden fehlende Investitionen in neue Bohrungen und der Rückgang der Förderung bestehender Frackingbohrungen genannt.

Damit haben sich die Vorhersagen der Energy Watch Group als richtig erwiesen und nicht die Aussagen der Internationalen Energie Agentur und der Gaskonzerne, die von einer weiteren Steigerung der Shalegas-Förderung ausgehen. Da gleichzeitig die konventionelle Gasförderung in den USA im steilen Sinken ist, geht die US-Gasförderung erstmals in diesem Jahr wieder deutlich zurück.

Jetzt scheinen alle politischen Ankündigungen zu zerplatzen, wonach die USA zum großen Gasexporteuer wird und z.B. zur Diversifizierung der EU Gasnachfrage beitragen könnte, um von russischen Gaslieferungen unabhängig zu werden. Auch für die europäischen Staaten, insbesondere EU-Kommission, sowie die deutsche und britische Regierung, sollte dieser von vielen etablierten Analysten unerwartete Förderrückgang eine Warnung sein.

Gas Fracking kann eben doch nur ein kurzes ökologisch hoch problematisches Strohfeuer sein und kein ernsthafter dauerhafter Beitrag zur Lösung der großen Energiesicherheitsfragen.

Monatliche Gasproduktion in den 7 US Shalegas-Regionen

Berlin, den 02. September 2015

Ihr Hans-Josef Fell