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Klimaschutz vor Ort ist mehr denn je nötig

2. KlimaSchutzKongress in der Region Würzburg

CDU/CSU und SPD machen sich aktuell in Koalitionsverhandlungen daran, ihre schon viel zu schwachen Klimaschutzziele für 2020 zu kassieren. Sie wollen ihre Klimaschutzbemühungen - nach Jahren einer Antiklimapolitik in der GroKo - noch weiter drosseln. Mit der AfD ist erstmals eine Gruppe von Klimawandel-Skeptikern und -Leugnern ins Deutsche Parlament eingezogen und die FDP hat eine wirksame Klimaschutzpolitik ohnehin immer attackiert.

In solchen Zeiten ist es umso wichtiger, dass der Klimaschutz „von Unten“ weiter an Fahrt aufnimmt. Sehr erfreulich sind da die vielen ehrenamtlich Engagierten, Initiativen und Bündnisse vor Ort in ganz Deutschland. Als ein Mut machendes Beispiel heute der Hinweis auf den 2. KlimaSchutzKongress in der Region Würzburg.

Die im Jahr 2007 gegründete Klima-Allianz Würzburg veranstaltet nach ihrem Energiewendekongress 2011 und dem ersten KlimaSchutzKongress im letzten Jahr bereits ihren dritten regionalen Kongress. Ein Team um Stadtrat Patrick Friedl aus fünfzehn Gruppen, Organisationen und Parteien hat wieder ein umfassendes Programm mit weit über die Region hinaus anerkannten Fachleuten zusammengestellt. Hier ein Auszug aus ihrem Programm: 

„Erstmals im Dezember 2015 haben auf der UN-Klimakonferenz in Paris Verantwortliche aus 195 Staaten der Welt gemeinsam ein Klimaabkommen verabschiedet. Dieses „Übereinkommen von Paris“ wurde bis Ende 2017 von bereits 170 Staaten unterzeichnet. Einzig der Präsident der USA hat erklärt bis Ende 2020 wieder austreten zu wollen. Doch auch im GroKo-Sondierungspapier für die Bildung einer neuen Bundesregierung wurde jüngst angekündigt, die deutschen Klimaschutzziele für 2020 nicht einhalten zu wollen und eine „Handlungslücke“ reklamiert. Damit wird deutlich, dass eine Umsetzung nur gelingen kann, wenn alle nur denkbaren Anstrengungen hierzu auch unternommen werden. Umso mehr braucht es den Klimaschutz vor Ort. 

Stadt und Landkreis Würzburg haben sich eigene ambitionierte Klimaschutzziele und Handlungsrahmen gesetzt. Gerade auch im Hinblick auf die am 12. April beginnende Landesgartenschau wurden die Anstrengungen in Stadt und Land für Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen weiter verstärkt.“

Neben Vorträgen von Prof. Dr. Heiko Paeth, „Aktueller Forschungsstand zum Klimawandel und Stadtklima in und um Würzburg“, und PD Dr. Tilman Schenk, „Mobilitätswende in der Region als wichtige Säule zum Klimaschutz“, wird es wieder sechs Workshops zu folgenden Themen geben:

Nahverkehrsplanung; Speichertechnologien und dezentrale Erzeugung; Wasser in der Region in Zeiten des Klimawandels; Boden in Gefahr - Erosion, Überdüngung, Versiegelung; Flächenversiegelung - Regionale Verantwortung zum Schutz der Flächen; Einfach jetzt machen. Anpassungen für einen klimagerechten Lebensstil.

Das ganze Programm finden Sie hier.

Anmeldung unter folgendem Link.

Es wäre sehr gut, wenn viele Kommunen, Initiativen und Aktive es den Würzburgern gleich tun würden und ähnliche Kongresse veranstalten. Daraus kann der Klimaschutz von unten aktiv gestaltet werden, wenn schon die regierenden Politiker in Berlin und Brüssel keinen wirksamen Klimaschutz mehr schaffen.

 

Hammelburg/Würzburg, den 31. Januar 2018

Ihr Hans-Josef Fell


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